„Der Kongress“ 

 Abteilung: „Auf der Suche nach dem D

Lang bevor die Beteiligten es wussten, war der Kongress in Vorbereitung. Als er schon tagte, Informationen verschob und austauschte, täglich, stündlich in grelle Skylines übertrug, war den Beteiligten das Kernthema des Kongresses immer noch nicht klar. 

Zuerst dies, dann rückte jenes in den Vordergrund. Tauchte ein Thema auf, war allen klar: Das ist es! 

Tauchte ein anderes auf, wurde dieses favorisiert. So lagerte sich das Eine über das Andere und Eines leuchtete durch das Andere. Transparenter wurde das Ganze damit auch nicht! 

Mit der Zeit wurde klar, der Kongress stellte den endgültigen Versuch der Moderne dar, 

am Beispiel einer Krankheit „die Krankheit“ zu beherrschen. 

Wir lernen gerade den Tod zu überwinden, sagten andere. 

Wir üben mit der Einführung eines einzigen Testverfahrens, die Welt auszuhebeln, 

bemühen uns, am Exempel eines konkreten Falles den Staat neu zu organisieren, 

Schulen und Hochschulen umzubauen, 

der Geldwirtschaft neue Investitionschancen zu eröffnen, 

Arbeitsplätze, Produktionsstätten und Transportwege zu verändern, 

das Gesundheitswesen an den Rand des Zusammenbruchs zu bringen,

Medien und Politik wieder Gewicht zu verleihen, 

den internationalen Handel und dessen Logistik …., 

die privaten Beziehungen der Menschen….

Und das Komische daran ist: Um die Krankheit selbst scheint es gar nicht zu gehen: 

Meinen wir, einen Hintergrund erfasst zu haben, kommt noch einer und noch einer hinzu….?

Nicht mehr der Krieg ist die Mutter allen Fortschritts; sonder „die Krankheit“ bringt alles Mögliche hervor, nur nicht sich selbst zeigt sie,  – sonst könnten wir sie ja ein für allemal effektiv bekämpfen. 

Die Krankheit, das Füllhorn der Natur 

Keiner kennt sich aus und trotzdem: 

Der Kongress funktioniert! 

Während einige mit Maßnahmen aufgeregt herumfuchteln, proklamieren andere genau das Gegenteil. Wenn etwas getan wird, stellt es sich  alsbald als unzulänglich und unwirksam heraus. Nichts ereignet sich wie geplant, alles ist immer anders und trotzdem funktioniert und läuft der Kongress wie am Schnürchen. Aber keiner kann den Motor wirklich warten und beeinflussen.

Wir sehen das Rechtswesen ausgehebelt, 

die Gesundheit gefährdet, 

das Geld entwertet, 

die Gesellschaft gespalten, 

alle Werte entwertet… 

Während wir jammern, scheinen sich die Verhältnisse so verschoben zu haben, dass wir vor einem Berg  negativer Tests nicht mehr genau wissen, was daran negativ oder positiv ist.

Könnte es nicht sein, dass wir gerade sehr viel bewältigen, was wir ohne die Krankheit nie angepackt hätten? 

Oder ist es noch zu früh, so etwas zu denken, ohne als Reaktionär abgestempelt zu werden?

Eines ist aber gewiss: Die Welt ist zum Narrenhaus geworden – und was bleibt uns zu tun? 

Wir müssen bessere Narren werden, ganz gewiss! 

Erregungskultur

Es gibt einige Hinweise, wann der Kongress in Vorbereitung ging.

Einige meinen, er hätte international mit der Watergate-Affäre begonnen. 

Andere behaupten, in Österreich wurde er mit dem Populismus eines Schüssel und Haider eingeleitet. 

Die Diskussion um das Gendern und die Rassismus-Debatte wurden hier auch genannt.

Ich meine zu erkennen, dass der Streit um den „Menschenpark“, diese Rede von Peter Sloterdijk in Elmau [1999], die Wende im Denken brachte. (1)

Sloterdijks geniale Parallelführung der Pest mit unserer medialen Erregungskultur ist u.a. für den Kongress wegweisend. 

Diese kleinen Tierchen, die keine sind und sich permanent verwandeln, ohne dass wir genau wissen, was sie wieder anrichten werden oder nicht, verhalten sich äußerst kooperativ mit der Erregungstechnik unserer Nachrichtenkultur, die immer neues Informations-Futter braucht, um es in Geld zu verwandeln.(2)

„Eselsturz“

Als der österreichische Maler Günter Lierschof 2019 den „Eselsturz“ für das Triptychon in der Christuskirche in Grainau malte, ahnte er nicht, wie diese Bildfahne zum Symbol des – ab März 2020 weltweit einsetzenden Kongresses wurde.

Mehr als dreihundert Jahre nach 

dem Wiener Kongress, an die hundert Jahre nach der Parallelaktion von Robert Musil im „Mann ohne Eigenschaften“ und 50 Jahre nach dem futurologischen Kongress von Stanislaw Lem 

etablierte sich der Kongress ausgehend von Taiwan, China, über Bergamo, Italien und Ischgl in Tirol, Austria, weltweit.

Wie gesagt, er etablierte sich, ohne je eröffnet worden. zu sein. Tätig wurde er, als eine Flut von Neuigkeiten aus allen Teilen der Welt verarbeitet, eingeordnet und häppchenweise, leicht verständlich verpackt, an den richtigen Stelle platziert werden musste, möglichst schnell auf alles reagiert und geschmeidige Antworten gefunden werden mussten.

Gerade wenn es offensichtlich keine Antworten gab, mussten welche gefunden werden. 

Damit das „dumme Volk“ seinem Tagwerk nachgehen konnte, mussten Antworten dosiert und abgewogen und der sich schnell ändernden Lage angepasst werden. 

Das Ziel war es, den Taxifahrer in Kürze zum Fachmann für Virologie, Statistik und Modulierung auszubilden, damit dieser dem Fahrgast und sich selbst erklären konnte, wieso gerade dies geschah und nicht nichts. Was in den meisten Fällen besser gewesen wäre.

All die neuen Virusvarianten brauchten Namen,  spezielle Maßnahmen mussten betitelt, beruhigend  umhüllt, geschärft und zugespitzt werden. Ob jemand erkrankt oder nur infiziert war, alle die Fachbegriffe, die bisher nur Spezialisten kannten, mussten immer und immer wieder neu geschaffen werden, bis sie jeder, auch der Erklärer selbst, verstand und glaubte. 

Alle Verlaufskurven mussten gezeichnet, gelesen und interpretiert werden, damit sie zu den gerade gängigen Leitmotiven passten oder zumindest deren Richtung andeuteten.

Test- und Impfverfahren mussten den Konsumenten näher gebracht werden, abschreckende Szenarien bebildert, gut erzählt und emotional geladen platziert  werden. 

Die allgemeine Sprachverwirrung musste optimal genützt werden, um über Wordings und beispielhafte Satzbildungen den Menschen Brauchbares an die Hand zu geben, damit sie damit herumfuchteln konnten. Im Netz, bei Freunden und in der Familie konnten Meinungen und Posts abgesetzt werden, die den hilflosen Eindruck erweckten, mit beteiligt zu sein. 

Seit Watergate hat sich der Kongress auf den Gebrauch und Missbrauch von Tatsachen eingeübt. 

Im Kongress können nun die geübten Fachkräfte für  Sprachführung zeigen, wie gut sie sich darauf vorbereitet hatten. Die Technik emotionaler Führung, die im Populismus, in der Gender- und Ethnien-Debatte bestens einübt wurde, kann nun im Kongress  auf einer höheren Ebene eingesetzt werden. 

Keiner soll annehmen – nur weil ganze Spezialabteilungen des Kongresses daran arbeiteten, stündlich die sich verändernde Welt zu erklären – sie täten dies für uns. 

Kongress tagt

Auf den ersten Blick mag es so aussehen! Bei genauerem Hinsehen und Hören können wir wahrnehmen, dass zuallererst die Welt-Erklärer sich selbst die Welt erklären. 

Immer wenn sie uns besonders überzeugen wollen, müssen Sie sich selbst dazu motivieren. Sie müssen sich selbst einreden, dass es so sei, wie sie sagen.  

Der begleitende Ruf nach Vertrauen, Zusammenhalt, Solidarität und Gruppenzugehörigkeit verweist auf einen nicht unbedeutenden Anteil an Selbstsuggestion mittels der Fremdsuggestion.

Und trotzdem läuft die Maschinerie ohne die Steuerung der Steuerer,

 und sie läuft und läuft und läuft gut. 

Egal, was erzählt, bestimmt, eingesetzt und ausgesetzt wird, die Maschinerie des Kongresses und ihre Funktion ist das einzig Gewisse.

Wie schon angedeutet, das Besondere an diesem Kongress ist, Wir alle nehmen an ihm teil, der Spezialist wie der Laie. 

Die hübsche junge Redakteurin, der starrköpfige Mathematiker, die engagierte Pflegerin, die Lastwagenfahrerin und die Paketausträgerin, der Kanzler und die Kanzlerin, alle werden im Kongress zu SpezialistInnen und bekommen jenen Medienauftritt, den Andy Warhol jedem Menschen wünschte.

Medien, die gerade noch vor dem Aus standen, wie die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten, viele VerlegerInnen und Wissenschaftlerinnen, die wenig oder nie wahrgenommen wurden, sind jetzt gefragt wie nie. 

Karl Lauterbach

Auf Plakatsäulen, auf den Titelseiten der Hochglanzmagazine, am Bildschirm prangen Muttis und Papas, Experten aus Großlaboren und Modulieranstalten. 

Es blieb keine Zeit – wie bisher in Politik und Journalismus üblich – eine attraktive Figur dort zu platzieren, weder Frisur oder Figur musste passen, wenn es um Inzidenzen und steigende Kurven ging. Endlich hatte die Sachlichkeit gesiegt, und auch Unansehnliches bekam mediale Aufmerksamkeit.

So bildeten sich Superstars wie Drosten und Lauterbach heraus, auch  wenn sie den Wahnsinn ihrer Fächer vertraten. Gerade sie stiegen zu den Hohen Priestern des Kongresses auf. Sie wurden zu Hoffnungsträgern, die das Banner des kommenden Sieges vor sich her trugen. 

Die Heiligen der anderen Seite,

die wie Säulenheilige im Schnellverfahren aus dem Boden in ungeahnte Höhen aufstiegen, waren oft schnell wieder am Boden der Tatsachen angelangt. Der Gegendruck lässt ihre Monde, so rasch sie auch aufstiegen,  schnell wieder verblassen. Einige melden sich bei Gelegenheit wieder und halten Wache.

ein Heiliger der anderen Seite

Neben den Stars haben inzwischen im Kongress ganze Scharen von SpezialistInnen auf allen Seiten lukrative Jobs bekommen, die sie jetzt nicht mehr verlieren wollen. Sie werden vom Militär lernen müssen – ohne Krieg, ohne die Krankheit wirksam bleiben zu können.

Durch den Kongress stehen 

die Real-Wirtschaft, 

die Geldwirtschaft, 

der gesamte IT Bereich, 

die Pharmaindustrie, 

der Pflegebereich, 

der Handel, 

die Logistik und Materialbeschaffung, 

die Rechtssprechung und der Staat, 

die sozialen Beziehungen, 

die Medien

…….. 

vor unvorstellbaren Herausforderungen und es wurden neue Möglichkeiten geschaffen, die in Vor-Kongresszeiten nicht denkbar gewesen wären, schon gar nicht in unsere trägen demokratischen Politikverfahren. 

Ohne es an die große Glocke zu hängen, richteten sich innerhalb des Kongresses Abteilungen für unterschiedlichste Funktionen ein. 

Unser Interesse richtet sich auf die Abteilung mit dem Titel: „Auf der Suche nach dem Dümmsten“. Deren Ziel es ist, den Anteil der Dummheit am Fortschritt zu erfassen.

Dummheit wird, wie wir alle wahrnehmen, in „der Krankheit“ immer wieder als entscheidende Kategorie herangezogen.

Die Dummheit ist dann jene Wand, hinter der sich die wesentlichen Fragen verbergen.

Die Abteilung

Dr. Drosten war nach Einrichtung „der Abteilung“ deren Aufgabe sofort klar: aufklären! aufklären! aufklären! 

Sofort nach Ausbruch von Covid-19 richtete er einen Podcast ein, in dem er täglich, etwas verschlafen, von der Viren-Front berichtete und damit nicht nur die Damenwelt verzückte, sondern alle Medien  aufhorchen ließ, die darauf mit eigenen Podcasts zum Thema nachlegten.

Unter dem Esel-Banner versammeln sich schnell die unterschiedlichsten Auffassungen der Disziplin Dummheit. Da kann es vorkommen, dass gerade die, welche am schärfsten gegen Dummheit vorgehen, am stärksten zu ihrer Verbreitung beitragen. Anderenorts wurde das „Dialektik der Aufklärung“ genannt.

Christian Drosten

In „der Abteilung“ werden für einzelne Unterabteilungen Akten eingerichtet wie „LOKI“, 

in der alle jene Beispiele von Aufklärung gesammelt werden, welche die Aufklärer selbst in Dummheit stürzte, aus der sie sich selbst schwer befreien können.

Eine zweite Akte nennt sich „Bileam“ in ihr werden Fälle von „der Klugheit der Dummheit“ gesammelt.  

Der dritte mir bekannte Akt der Abteilung nennt sich „Im Sumpf“ in ihm werden Beispiele aufgeführt, die gewollt wie ungewollt zur Massenleitung = Manipulation dienen. 

Überspringen wir die ersten Irritationen im Sprachgebrauch, als wir noch lernen durften, alle  Nachrichten misstrauisch zu beäugen und Tatsachen  daraufhin zu beobachteten, in welche Richtung wir durch sie gelenkt werden sollen. 

……………………..

Die Klugheit von D

Dort war ein Tweet von Twitter aufgezeichnet, welcher die Verfassung der „Abteilung D“ einigermaßen charakterisiert.  

Der sichtlich erregte Post zur Dummheit der Mitmenschen sollte deutlich machen, dass der Schreiber sich des Ausmaßes an grassierender Dummheit nicht bewusst war. Er bekam daraufhin viele  Reaktionen mit positiven- wie negativen- Antworten.

Dem Schreiber war bereits klar, wen er für dumm, ja geradezu saudumm hielt, nämlich die Impfverweigerer, sprach das aber nicht aus. Jemanden für dumm zu halten genügte ihm, wer damit gemeint war, sollte jedem klar sein.

eingeflüstert

Der Post bekam von beiden Seiten Zustimmung. Jede, jeder nahm mit größter Selbstverständlichkeit an, der Leser gehe vom selben Vorurteil aus wie der Schreiber. So erregten sich Geimpfte – unterm Banner des Esels – über die Blödheit der Ungeimpften gleichermaßen, wie Ungeimpfte über die Dummheit der anderen.

„Die Abteilung reflektierte, was da geschah.“ 

Beide Seiten stießen beim Gegenüber auf eine Grenze, von der sie annahmen, dass diese bei ihnen nicht existiere. Diese Grenze wurde Dummheit genannt.

Die Annahme, dass die Grenze nur bei den anderen existiere und nicht auch bei sich selbst, kann Dummheit genannt werden.

Dummheit ist somit das Wort, das die eigene Grenze bezeichnet, über die man im Denken nicht hinaus  kann oder will.

Die Dummheit der anderen ist immer die eigene. 

Dummheit zeigt die Stelle an, an der wir nicht weiterkommen. Das hieße, hinter der Schwelle Dummheit beginnt der Bereich der Klugheit. 

Von der Klugheit aus betrachtet hieße das, die Dummheit ist der (verschlossene) Eingang zur Klugheit .

Der Esel des Bileam

Aus der Kongressakte

Der störrische Esel rettete Bileam ( so im Alten Testament beschrieben) den Seher vor dessen sicherem Tod. Das war auch die Rettung Israels, denn Bileam war ausgeschickt worden, um Israel zu verraten und ins Unglück zu schicken. Das sture Verhalten des Esels, der nicht weiter wollte, ließ den alten Juden umkehren.  

Nicht umsonst hat die Geschichte vom störrisch-dummen Esel sich so lange gehalten, weist diese uns doch auf eine sprachlose Widerständigkeit hin, die sich letztlich als Klugheit herausstellt.

„Im Sumpf“

Im Sumpf

„Abschließend möchte ich noch aus dem „Papier“: mit dem Titel „im Sumpf“ einen prägnanten Ausschnitt zitieren.

In der Akte wird die Mehrdeutigkeit von Worten daraufhin untersucht, wie diese manipulativ verwendet werden konnten, ohne verwendet worden zu sein:“

„IMPFUNG“, „IMPFDURCHBRUCH“ und „BOOSTER“ werden daraufhin untersucht, wie aus Worten Taten werden, (X) wie Sprechen unser Denken und Handeln leitet. 

(X)Dass es in diesem Vorgang weniger um Täter geht, sondern solche Verschiebungen zuerst unbemerkt geschehen, dann aber interessengeleitet ausgenutzt werden, ist anzunehmen.

Die „mRNA „Impfungen“ sind mit den bisherigen Impfungen kaum vergleichbar – nicht nur wegen ihrer Gen-Technik –  aber werden trotzdem „Impfung“ genannt. Sie werden den Impfungen für Masern und Pocken gleichgestellt, obwohl offensichtlich ist, dass eine vollständige Immunisierung, wie durch die Pockenimpfung, nie gegeben ist.

Wir wissen inzwischen, dass nach dreimaliger „mRNA Impfung“ der Körper selbst nicht genügend Abwehrkräfte aufbauen kann, um den Viren 100% zu widerstehen. Das liegt nicht nur an den immer neuen Varianten des Virus, sondern an dem, wie diese „Impfung“ Körperabwehr aufbaut. 

Das Un-Wort „Impfdurchbruch“ suggeriert, dass mit der Impfung ein Wall aufgebaut wird und wie bei einer Überschwemmung, an einigen Stellen der Deiche, der Wälle aus Sandsäcken, zu Durchbrüchen kommt und das Virus, wie Wasser, alles zu überschwemmen droht. 

Virologen wie Dr. Drosten haben uns von Anfang an erklärt, dass die Impfung nicht vor Ansteckung, Erkrankung schützt und sie weiterer Auffrischungen bedarf. Das Wording „Impfdurchbruch“ wurde – wegen seiner missverständlichen Bedeutung –  bei Politikern und Journalisten sehr beliebt. Um uns dummen Menschen nicht zu verunsichern, geben sie uns einfache, unverwechselbare Worte an die Hand, damit wir uns besser in der komplexen Welt orientieren können. 

Aber es brechen keine Deiche! Diese Deiche sind nur für eine begrenzte Zeit errichtet worden, nach 4-6 Monaten sind die Sandsäcke, die gegen Viren schützen sollen, längst nicht mehr da.

Der „Booster“,  ist eine weitere bewundernswerte Worterfindung, die längst einen Oskar für gelungenes Sozialdesign erhalten müsste. Mit diesem Wort wird ein Vorgang aus der progressiven Raketentechnik eingeschleust. Bei Weltraumraketen wird ein letzter Düsenantrieb, der Booster, gezündet, um die Rakete auf die richtige, endgültige Bahn zu lenken. 

So wird mit dem Wort „Booster“ suggeriert, es sei damit die optimale Impfwirkung erreicht worden. Nur wussten die Medizin-Techniker bereits im Vorfeld, dass diese Wirkstoffe, auch bei dritter Impfung keine Immunisierung garantieren.

Auch diese „Wortkreatur“ ist mit einem Ablaufdatum versehen, sobald offensichtlich wird, dass damit nicht das Ende der Impfkampagne erreicht ist.

Irgendwann wird die Absurdität aller Worterfindungen übersteigert und sie verschwinden. Jene, die sie noch vor Wochen proklamierten, weisen uns jetzt auf ihren inkorrekten Gebrauch hin.

Ja, wir stecken tief im Sumpf der Worte.

„Der Text wurde von mir so bearbeitet, dass Sie nur die Ergebnisse und Schlussfolgerungen lesen müssen und ihnen Untersuchungen und Statistiken erspart bleiben.“

Vor der Impfung sind alle gleich!

„Die Krankheit“ als Information

„Abschließend noch ein Leitpapier, das noch in Arbeit ist:“

Schon zu Beginn des Kongresses wurde klar, hier ist eine babylonische Sprachverwirrung zu organisieren. 

Die Frage zu Anfang des Kongresses war:

Geht diese Sprachverwirrung nicht aus einem strukturellen Wandel in der Medizin selbst hervor? 

Zuerst war der Unterschied an der Altersstruktur von Befürwortern und Kritikern feststellbar. Die Kritischen waren die Älteren mit konservativen Auffassungen, die Progressiven gehörten einer jüngeren Generation an. 

Auch eine Verschiebung der Fachrichtungen war zu beobachten, die Stimmen von Mikrobiologen, Virologen und Statistikern drängten in den Vordergrund, erst bei den Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser tauchten wieder Praktiker auf.

Es hat den Anschein, dass mikrobiologische Verfahren, wie die Sequenzierung von Viren, die genaue Erkennbarkeit der Viren und ihrer unterschiedlichen Stämme, die Medizin zu beherrschen schien. 

Alles kam darauf an, die Viren zu erkennen und genau festzustellen, dass genau diese Virenart in der Nasenschleimhaut angekommen sind. 

Hallo, hier seid ihr! 

Ja, wir haben Euch erwischt! 

War die große Freude und damit begann sich ein Abgrund aufzutun.

Wer wird angesteckt? Erkrankt man daran, hat man nur leichte oder schwere Symptome, oder stirbt sogar daran, gehört man zu den Vulnerablen, zu den Übergewichtigen, zu den Alten, den Lungenkranken usw.?

Die bisherige symptomatische Medizin, für die Erreger nur einen Aspekt der Diagnose darstellen, rückten in den Hintergrund, mikrobiologische Untersuchungen rückten in der Vordergrund. 

Dazwischen riss ein tiefer Graben an Unverständnis auf.

Impfungen werden weitgehend an jeden verabreicht. 

Ob jemand fettleibig oder magersüchtig ist, ob er lahmt, kaum mehr schnaufen kann, mit Krätze oder Krebs befallen ist: Vor der Impfung sind alle gleich!

vor der Impfung sind alle gleich

Die Vereinheitlichung des Menschen aufgrund mikrobiologischer Technik verbindet sich im Kongress  mit der besonderen Art der Aufbereitung von Informationen durch Medien.

Die Informationsflüsse, die wir der Natur, hochtechnisch verstärkt, ablauschen, wurden im Kongress zum Beschleuniger der Informationsflüsse in den Medien. „Die Krankheit“ war genau das, was die Medien brauchten, um sich nützlich zu machen, um wieder Macht zu erlangen.

Die Lücke ist riesengroß, zwischen mikrobiologischen Testverfahren, gentechnischer Impfung und dem Menschen, bei dem die Infektion als Krankheit erst ankommen muss, zu leichten oder schweren Verläufen führen kann, oder eben nicht.

Groß ist der Berg an Informationen, die durch die Testverfahren gewonnen werden. Für sich sagen sie wenig aus, werden sie nicht auf jene Informationen abgestimmt, die den Ausbruch der Krankheit und dessen Verläufe betreffen.

In die Lücke, die aus den unterschiedlichen Aufgaben von Biochemie und Medizin erwachsen

grätschen die Medien hinein, die Informationen in Erregungskultur umarbeiten. 

Hören wir NachrichtensprecherInnen zu, so liegt ihr größtes Können darin, mit einer erregenden Nachricht eine andere zu erschlagen. Mit steigernder Erregung werden Informationen gegenseitig neutralisiert, ein Staunen folgt dem anderen, bis wir endlich gelangweilt das Staunen verlernt haben. 

Radio- und FernsehsprecherInnen können erkannt werden: Egal was sie sagen, ob sie klirren, flirren, flackern, gackern oder blöken, alles wird von Pauken und Trompeten begleitet, die Gefühlslagen  werden steil ansteigenden und abrupt abfallenden Kurven angepasst. 

Sie achten streng darauf, dieses Wechselbad der Gefühle als das Normalste der Welt erscheinen zu lassen. 

So vielfältig schillernd ist eben ihre Welt!

Auch wenn sie unsägliche Langweile verbreiten, indem sie abwechselnd extrem erregen und beruhigen: Wir hören ihnen zu. 

So lange da draußen eine Welt ist  – egal wie grauenerregend sie sein mag – wissen wir, dass wir existieren. 

GL

(1)Sloterdijk meint, dass alles

„im Jahr 1347 begann, als die Mongolen die genuesische Kolonie Kaffa auf der Krim, das heutige Feodossija, belagerten. Es breitete sich in ihrem Lager eine tödliche Seuche aus, die ihre Opfer furchtbar entstellte. Um die uneinnehmbare Stadt doch noch zur Aufgabe zu zwingen, schleuderten sie die Leichen mit Katapulten über die Stadtmauern. Die entsetzten Verteidiger bemannten daraufhin ihre Schiffe und flohen nach Italien. Damit kam die große Pest nach Europa. Innerhalb weniger Jahre fielen ihr mindestens ein Drittel seiner etwa 80 Millionen Einwohner zum Opfer.“ (X) (https://www.welt.de/geschichte/article184760046/Seuchen-Mit-diesem-Luxusgut-kam-die-Pest-nach-Europa.html)

(2)Den Vorläufer dieser Erregungskultur sieht Sloterdijk in der Novelle, im besonderen im Decamerone von Boccaccio siehe in: „Den Himmel zum Sprechen bringen“ PS

Veröffentlicht von glierschofat

ein Zeichner, der gerne überzeichnet Vorsicht kann zur Satire gerinnen war Schüler und Mitarbeiter von Joseph Beuys & Bazon Brock

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